Die Philosophie
Der Jovialismus versteht sich selbst nicht als eigenständige Philosophie, sondern vielmehr als philosophisches Projekt. Das Wort Jovialismus ist eine Ableitung des deutschen Worts jovial, das wohlwollend und leutselig bedeutet und auf das lateinische Wort iovialis zurückgeht. Dieser Wortsinn bildet den Kern des philosophischen Projekts.Eigentlich ist es unmöglich, eine Philosophie als neu zu bezeichnen, ohne die schon gedachten Ideen anderer philosophischer Strömungen zu betrachten und in (s)eine Philosophie mit einzubeziehen. Gewisse Aspekte einer Philosophie müssen hierfür auch nicht neu "erdacht" werden, sondern können Bezug auf andere Denkrichtungen nehmen. Deshalb bezeichnet sich der Jovialismus auch nicht als eigenständige Philosophie, sondern vielmehr als Ideensammlung aus schon vorhandenen Denkrichtungen in Bezug auf das Wort iovialis.
Dabei spielen der Humanismus, Altruismus und Utilitarismus (Ziel des Handelns soll das größtmögliche Glück der größtmöglichen Zahl sein) eine große Rolle.
Eine besondere Stellung im Jovialismus nehmen die wirtschaftlichen Ideologien der (sozialen) Marktwirtschaft und des Kommunismus ein. Dabei wird die (soziale) Marktwirtschaft so verstanden, dass sie auf die Anfänge des Liberalismus zurückgeht, wie er von Adam Smith verstanden wurde (das eigennützige Streben der Menschen trage zum Wohl der gesamten Gesellschaft bei). Diese Idee wird dem Utilitarismus gegenübergestellt.
Der Kommunismus wird vom Jovialismus zwar nicht abgelehnt, aber als nicht realisierbares Ideal angesehen. Der Mensch bekommt in der Gemeinschaft erst die Möglichkeit, sich individuell zu entfalten, aber der Jovialismus geht davon aus, dass sich das Individuum eher um das Eigene kümmern wird, bzw. um das, was ihn in einer Gemeinschaft angeht.
Der Kommunismus wird als Neid-Philosophie aufgefasst, die Marktwirtschaft dagegen als Ego-Philosophie. Der Jovialismus versucht einen Mittelweg zwischen beiden Ideologien zu erreichen, um das Wohl aller Menschen zu verwirklichen.
Dazu geht der Jovialismus von einer Bedürfniskette aus, die ihren Ursprung bei Abraham Maslow, einem amerikanischen Psychologen, hatte (vgl. Maslowsche Bedürfnispyramide).


