Es scheint, Geschichte wiederholt sich

Auszug aus Hitlers Rede am 20. Februar 1938:

“Alleine zwei der an unseren Grenzen liegenden Staaten umschließen eine Masse von über 10 Millionen Deutschen. Sie waren bis 1866 mit dem deutschen Gesamtvolk noch in einem staatsrechtlichen Bund vereinigt. Sie kämpften bis 1918 im Großen Krieg Schulter an Schulter mit dem deutschen Soldaten des Reichs. Sie sind gegen ihren eigenen Willen durch die Friedensverträge an einer Vereinigung mit dem Reiche verhindert worden. Dies ist an sich schmerzlich genug. Über eines aber darf in unseren Augen kein Zweifel bestehen.

Die staatsrechtliche Trennung vom Reich kann nicht zu einer volkspolitischen Rechtlosmachung führen, d.h. die allgemeinen Rechte einer völkischen Selbstbestimmung, die übrigens in den 14 Punkten Wilsons als Voraussetzung zum Waffenstillstand feierlich uns zugesichert worden sind, können nicht einfach mißachtet werden deshalb, weil es sich hier um Deutsche handelt. Es ist auf Dauer für eine Weltmacht von Selbstbewußtsein unerträglich, an ihrer Seite Volksgenossen zu wissen, denen aus ihrer Sympathie oder Verbundenheit mit dem Gesamtvolk, seinem Schicksal und seiner Weltauffassung fortgesetzt schwerstes Leid zugefügt wird.”

Quelle: http://www.profilm.de/dokumente/rede19380220AH.htm

 

Das Problem mit Revolutionen…

Das Problem mit Revolutionen ist, daß sie irgendwann an einen Punkt kommen, wo die (völkerrechtliche) Rechtslage nicht mehr eindeutig ist. Der Witz an Revolutionen ist allerdings, daß diese rechtsfreie Zeit dazu genutzt werden soll, die Rechtsstaatlichkeit wieder in Kraft zu setzen. Im Fall der Ukraine scheint aber Russland eine andere Auffassung zu haben als der Westen – während Russland offenbar kein Interesse daran hat, daß die Ukraine an einer neuen Rechtsstaatlichkeit arbeiten kann, indem es auf der alten Rechtsstaatlichkeit besteht, möchte der Westen (zumindest im Prinzip) diesen Übergang unterstützen. Russland scheint hier eine sehr konservative Haltung einzunehmen und nicht unbedingt offen für Neues zu sein. Daß damit der Frieden gefährdet ist, scheint nicht zu interessieren. Damit möchte ich sagen: Konservatismus (egal in welcher Form eine Ideologie konserviert wird) gefährdet den Frieden.

Geschichte der Krim (aus einer Übersetzung von 2004)

2004 war das 50. Jubiläum des Jahres, in dem die Krim zur Ukraine gekommen war. Nikita Chruschtschow, ein gebürtiger Ukrainer, der zu jener Zeit Staats- und Regierungschef der Sowjetunion war, wurde nachgesagt, die Halbinsel der Ukraine als Geschenk abgetreten zu haben.

Die Krim wurde 1783 durch Russland erobert und gliederte die Halbinsel in sein Gebiet ein. Das Küstengebiet, besonders die Südküste an der Krim, mit ihrem subtropischen Klima, erhielt nach und nach den Ruf eines Erholungsgebietes der Zarenfamilie und der russischen Aristokratie.

Die unwirtschaftlichen Gebirgslandschaften und die Steppe der Krim machten es zur jener Zeit unmöglich, Landwirtschaft zu betreiben, obwohl die Nachfrage an Nahrungsmitteln dramatisch anstieg. Der Süden der Ukraine blieb damit der Hauptnahrungslieferant für die Krim, da deren eigene Produktion ziemlich begrenzt war.

Während des Zweiten Weltkriegs und nach der Befreiung von den Nazis war der Bruch der wirtschaftlichen Beziehungen mit der Ukraine einer der Hauptgründe einer katastrophalen Nahrungsmittelversorgung. Nikita Chruschtschow war der erste Sowjetführer, der das wahre Ausmaß des wirtschaftlichen Zusammenbruchs sah. Er bemerkte die Verelendung, welche die Halbinsel nach dem Krieg erfasst hatte.

Tatarensiedlungen waren unbewohnt, weil der krankhafte Wille Stalins die Krimtataren vernichtete und Massendeportationen der ganzen Tatarenbevölkerung nach Zentralasien organisierte.

Stalin ordnete die Vernichtung an, weil viele Krimtataren mit den deutschen Besetzern zusammengearbeitet hatten, das als Folge der früheren Unterdrückung der Tataren durch das Sowjetregime. Tatsächlich hatten aber 50.000 Tataren an allen Fronten in der Sowjetarmee gekämpft.

Das stoppte aber nicht die Paranoia des Diktators und nach dem Krieg gab es niemanden, der die Krim aus ihren Trümmern wiederbelebte. Trockenes Land, Überreste der Schwerindustrie und Munitionsreste … das war die Steppe der Krim, die Chruschtschow die Augen öffnete, als er 1953 in Jalta seinen Urlaub verbrachte.

Chruschtschow unternahm eine Reise über die ganze Halbinsel und traf dabei auf Umsiedler aus dem russischen Wolgagebiet, die das Tatarenvolk auf der Halbinsel ersetzen sollten. Hungrig und verzweifelt wussten sie nicht, wie sie die felsigen Abhänge der Krim kultivieren sollten.

Nach dieser Reise auf der Krim fasste Chruschtschow seinen endgültigen Entschluss, die Krim der Ukraine zu übergeben, weil es die einzige vernünftige Möglichkeit war, die Region zu retten. Die Krim musste wiederbelebt werden und es wurde entschieden, dies auf Kosten der Ukraine zu tun.

Die Ukrainer galten als arbeitsame und erfahrene Bauern und die Krim lag geographisch nah an der Ukraine, sowie an den Wasserressourcen des Dnepr. Ein Jahr später wurde die Krim zum Territorium der Ukraine.

1991, nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion, erklärte die Ukraine ihre Unabhängigkeit. Da die Mehrheit auf der Krim russischsprachig war, gab es eine Bewegung, die Gegend wieder Russland zurückzugeben. Damit hatte diese Bewegung allerdings keinen Erfolg und die Krim wurde zu einer autonomen Republik innerhalb der Ukraine.

(Übersetzung über die Krim im Auftrag von Mission Ukraine-Cognita von 2004; verwendet in meinem Buch “Iovialis-Geständnis eines Terroristen” von 2005/6)

Eine Glaubensfrage…

Zuerst glaubten wir nicht, dass am ersten Abend Leute zum Euromaidan kommen. Dann glaubten wir nicht, dass es länger als 2-3 Tage ist. Dann glaubten wir nicht, dass die Aktion den Frost übersteht. Dann glaubten wir nicht, dass es den Rest der Ukrainer interessiert. Dann glaubten wir nicht, dass wir den Sturm (“Räumung”) überstehen – einmal, zweimal, dreimal. Dann glaubten wir nicht, dass Janik gestürzt wird. Jetzt glauben wir nicht, dass es möglich ist, den Osten zu halten und die neue Regierung zu kontrollieren. Vielleicht sollten wir anfangen, an etwas zu glauben?
Original:
Спочатку не вірили, що в перші вечори Євромайдану вийде пристойна кількість людей. Потім не вірили, що всі не розійдуться за 2-3 дні. Потім не вірили, що не розійдуться через морози. Потім не вірили, що решті українців не все одно. Потім не вірили, що вистоять силову зачистку – першу, другу, третю. Потім не вірили, що скинуть Яника. Тепер не вірять, що вдасться зберегти Схід і проконтролювати нову владу. Давайте може вже починати якось вірити?

Mein Gott! Ich bin ein Mensch!

Mama, Du hast mich gelehrt, Bruder und Schwester zu lieben…
Mama, Du hast mir gezeigt, dass es Werte wie Liebe, Freunschaft, Würde, Gerechtigkeit, Freiheit… gibt…
Mama, Du hast mir gesagt, dass es richtig ist, das zu verteidigen…
Aber der Staat nennt mich Terrorist…

Papa, Du hast mich gelehrt, das Land und die Natur zu lieben…
Papa, Du hast mir gezeigt, Obst und Gemüse auf der Datscha anzubauen, damit wir etwas zum Essen haben…
Papa, Du hast mir gesagt, das wichtigste im Leben ist Gemeinschaft…
Aber der Staat nennt mich Extremist…

Brüder und Schwestern, Ihr habt mich Glück und Vertrauen gelehrt…
Brüder und Schwestern, Ihr habt mir gezeigt, dass wir gemeinsam alles erreichen können…
Brüder und Schwestern, Ihr habt mir gesagt, dass wir uns gegenseitig lieben und füreinander da sind…
Aber der Staat nennt mich Faschist…

Mein Gott! Ich bin ein Mensch und wir sind nur Menschen!

Боже мой, я человек!

Мама, ты меня учила любить брата и сестру…
Мама, ты мне показала, что есть такие ценности как любовь, дружба, достоинство, справедливость, свобода…
Мама, ты мне сказала, что их защищать это правильно…
А государство зовет меня террорист…

Папа, ты меня учил любить страну и природу…
Папа, ты мне показал, как садить фрукты и овощи на даче, чтобы у нас были продукты…
Папа, ты мне сказал, самое главное в жизни общество…
А государство зовет меня экстремист…

Браты и сестры, вы меня учили счастью и доверию…
Браты и сестры, вы мне показали, что вместе мы можем всего достигнуть…
Браты и сестры, вы мне сказали, что мы любим друг друга и что мы друг за друга…
А государство зовет меня фашист…

Но боже мой, я человек, мы просто люди!

Rede von Ruslana am 22.02.2014 auf dem Maidan

Ich bitte sehr darum, nicht meinen Namen auf dem Maidan zu skandieren, denn der Maidan begann mit einer Regel, die weiterhin gilt: Niemand führt den Maidan, man kann sich dem Maidan nur anschließen. Und deswegen bitte ich alle sehr darum, dass niemand mit dem Maidan spekuliert. Das ist sehr wichtig, denn es begann so und der sozialer Sinn, dieses Phänomen liegt darin, dass wir uns selbst genügen. Und ich möchte, dass Sie mir dies in diesem Moment versprechen.
Sie erinnern sich, dass ich immer wieder auf 5. Artikel der Verfassung zu sprechen kam: Die einzige Quelle der Macht ist das Volk, so besagt es 5. Artikel der Verfassung. Und ich bitte den Maidan und alle künftige Politiker: Bitte, garantieren sie uns einen Mechanismus, damit wir hier nicht Tag und Nacht stehen müssen, um gehört zu werden. Bitte, garantieren sie uns einen Mechanismus, dass jedes Mal, wenn der Maidan zusammen kommt, unsere Forderungen gehört werden – von allen und sofort.
Und das einzige, um was ich sie jetzt wiederholt bitte, ist, was wir immer versucht haben, aber was nie wirklich funktionierte: Wi-tsche (Pause) Wi- tsche. (Rufe : Wi-tsche, Wi-tsche). Und an alle Juristen, an alle, die Gesetze erlassen, sie ergänzen und neu schreiben und neue Vorschläge machen: Liebe Experte, glauben sie mir, es ist nicht einfach hier zu stehen, es ist nicht einfach zu reden, besonders nach all dem, was passiert ist.
Deshalb wünsche ich mir, dass Sie uns transparent und deutlich festlegen, wie wir ab heute unser Schicksal selbst bestimmen können und auf welche Weise wir als Volk das machen können. Und nicht nur dann, wenn wir hier stehen.
Wir sind lange hier gestanden und haben geredet: „ Und was nun? Wir stehen und was dann? Wir stehen zwar, aber was bringt das, tun wir endlich etwas!”
Also, das, was die Menschen hier her bringt, ist kein Konzert und keine Show. Die Leute kommen der, um auszudrücken, was sie fordern. Und ich bitte Sie sehr, ich persönlich führe den Kampf weiter. Denn der heutige Tag ist für mich ein kleiner Sieg, aber mit einem sehr hohen Preis bezahlt. Mein Sieg geht weiter.

Zu Wetsche: https://de.wikipedia.org/wiki/Wetsche

Gedanken zum heutigen Tag der Ukrainischen Revolution

Die Ukraine hat heute (und eigentlich die letzten 3 Monate) einen enorm hohen Preis für die Europäischen Werte bezahlt. Noch nie habe ich Bilder von schwer Verwundeten und Toten in einer Umgebung gesehen, die ich im täglichen Leben selbst gedankenlos besuche, weil sie meine Heimat sind. Selbst der „surreale“ Maidan mit seinen Zelten und Barrikaden wurde zur Normalität, wo ich mich eigentlich sicherer fühlte, wenn Trupps mit vermummten behelmten Baseball-Schläger-Tragenden an mir vorbei gingen, als wenn ich irgendwo außerhalb auf einen Pulk Polizisten traf.

Sicher, mit dem Parlamentsbeschluss ist es zwar nicht vorbei, aber ein Licht am Ende des Tunnels ist schwach erkennbar. Die Präsenz von ausländischen Beobachtern scheint mir enorm wichtig und soweit ich verstanden habe, sind solche für die nächsten Wochen angekündigt.

Leider waren die Bilder von heute insofern notwendig, um die Aufmerksamkeit der sensationsorientierten Medien wieder auf die Ukraine zu lenken. Die gezeigte „Action“ verkauft sich eben besser, als tiefgreifende Hintergrundberichte, die nur wenige interessieren. Fragt man morgen jemanden (in Deutschland) auf der Straße, was in der Ukraine los ist, bekommt man wohl von Ausschreitungen zu hören – nicht aber, was dazu führte oder welche Ziele, Ideale und Träume dahinterstehen. Es ist vieles (in Deutschland) „zu selbstverständlich“ geworden. Alles scheint ohne Gewalt und Blutvergießen „erreichbar“ – und damit auch „wertlos“. Das Brot, das sich jemand mit dem eigenen Schweiß erarbeitet, schmeckt eben doch besser, als das Brot, das einem geschenkt wird.

Zusätzlich feuert die Oberflächlichkeit der Medien solche Ausschreitungen an (eben die Gier danach). Das war über die vergangenen 3 Monate zu beobachten, und wenn man genauer auf die Krisenherde der Welt schaut, gibt es kaum einen Konflikt, der gründlich erklärt wurde.

Was hat uns die (philosophische) „Aufklärung“ eigentlich gebracht?

Würde ich nicht in Kiew leben, fiele mir all das vielleicht auch nicht so extrem auf. Und wie oft fragen mich Bekannte hier, was mich eigentlich in diesem Land hält. Ja, ich liebe die Ukraine, fühle mich mit ihr verbunden, mag die Portion Chaos und den rebellischen Flair. Das „Unfertige“ an der Ukraine macht wohl auch einen Teil aus, weil dieser das „Wertschaffend“ darstellt.

Ich trauere um die Toten heute, gestehe, dass mir die letzten Tage mehrfach Tränen über die Wangen liefen – nicht nur aus Mitleid und Entsetzen, sondern auch wegen des Muts und der Courage der Menschen. Es war ein sehr besonderer Tag heute, und doch möchte ich betonen, dass ich auf solche Tage gerne verzichten kann. Das ist unsere Aufgabe, dass sich so etwas nicht wiederholt. Ich hoffe, der Höhepunkt der Revolution war heute erreicht. Weitere Kämpfe und Tote schließe ich nicht aus – aber hoffentlich nicht mehr in diesem Ausmaß und dieser Heftigkeit!

Slava Ukraini!

Das “Amnesiegesetz”

Rückblick – Meldung vom 31.01.2014 zum “Amnesiegesetz”. Und nun erkläre mir jemand die Vorgänge von gestern? Wer hat das Gesetz gebrochen, dessen Forderungen faktisch am 17.02.14 erfüllt wurde und somit in Kraft trat?

„Das Gesetz sieht nicht die Notwendigkeit vor, den Teil der Kreschtschatik-Straße und anliegenden Straßen zu räumen. Es betrifft nur die Forderung, Räume zu verlassen, die mit der Tätigkeit von Organen der lokalen Selbstverwaltung und den ausführenden Behörden verbunden sind. Es geht nicht um die Räumung des Maidan, womit weiterhin die Möglichkeit zu friedlichen Protesten bleibt,“ merkte der Politiker an.

Quelle (rus.): Interfax-Ukraine

Gysi’s Vorschlag und Schröder’s Reaktion

Gregor Gysi schlug vor, den Ex-Kanzler Gerhard Schröder als Vermittler in der Ukraine einzusetzen. Aus dem Liveblog von Zeit-Online zu Schröder’s Reaktion:

19.02.2014 14:32 Steffi Dobmeier
“Der frühere Bundeskanzler Gerhard Schröder will in dem Konflikt nicht vermitteln. Eine Einzelperson könne dies nicht übernehmen, sagte er Spiegel Online. Nur die UN seien dazu in der Lage. Die EU könne unmöglich in dem Konflikt vermitteln, da sie “den Fehler gemacht” habe, die Opposition einseitig zu unterstützen, sagte Schröder. Sie sei “nun selbst Partei”. Linken-Fraktionschef Gregor Gysi hatte den SPD-Politiker als Vermittler vorgeschlagen.”

Er hat insofern Recht, dass die EU ein Problem hat, weil sie selbst Partei ist.

Ungutes Gefühl

Mich beschleicht ein sehr ungutes Gefühl, dass es das gestern Nach nicht gewesen sein wird. Vielmehr wurde das Gewerkschaftshaus zerstört (wo sich ein MedPoint, ein Lager für Lebensmittel, Rückzugsmöglichkeiten und Stabsstellen befanden), sowie ein Teil der “Zeltstadt” (Rückzugsmöglichkeiten, Lager). Nun könnte es seitens der “Staatssicherheitskräfte” (blödes Wort in diesem Fall) erst auf Zermürbung hinauslaufen (ein, zwei, drei Tage diesen “Status” halten), um dann wieder die nächste Attacke zu fahren. Das “Zeitspiel” kennen wir bereits, und was hat das Regime eigentlich zu fürchten? Das Geblubber aus Europa, die nicht wirklich zu Schritten bereit sind? 2 Mrd. USD aus Russland helfen erst mal, die Staatskosten zu decken. Sotschi ist am Sonntag vorbei und wird die “Eskalationsstufe” gehalten, könnte man (das Regime) sich an den “großen Bruder” wenden, um den “Staatsstreich” (wie die Demonstrationen jetzt “verkauft” werden) niederzuschlagen. Die internationale Gemeinschaft wird dabei wohl mit großen Augen zusehen, weiterhin ihr Bedauern bis Entsetzen ausdrücken, aber welche Mittel haben sie denn (außer Sanktionen, die längst überfällig sind)?

Für den Maidan heißt es, den Platz zu “halten” (defensiv); das Ziel des Regimes ist es, den Platz (nun mit allen Mitteln) zu räumen (offensiv). Die Verluste seitens des Maidans (nicht personell, sondern Fläche und Unterbringung) machen mir Sorge, weil es schwierig ist, die “Staatssicherheitskräfte” zurückzudrängen und sie auch vom (dann wiedergewonnenen) Platz zurückzuhalten.

Ich hoffe, dass ich mit diesem Szenario täusche. Schließlich kommen aus dem ganzen Land Leute nach Kiew. Ausgang offen – nur mit Superlativen tue ich mir schwer, denn es könnte noch heftiger werden.